Land der Mutter — Detailvision
Ein geschützter Ort, an dem Menschen wieder zusammenwachsen.
Alleinstehende, mittellose Frauen und Waisenkinder gehören zu den schwächsten Gliedern der äthiopischen Gesellschaft. In der Millionenstadt Addis Abeba sieht man eine Vielzahl von ihnen auf den Straßen um Geld betteln oder unter unwürdigen Bedingungen arbeiten. Sie sind täglich Gewalt und Missbrauch ausgesetzt. Viele von ihnen sind in die Stadt gekommen, weil das Leben auf dem Land durch Krieg, Ausbeutung und die Folgen des Klimawandels zunehmend instabil geworden ist.
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Ein Ort inmitten der Stadt
„Land der Mutter“ ist ein geschützter und bewachter Ort innerhalb der rauen und anonymen Stadt, an dem Menschen wieder zusammenwachsen dürfen: miteinander, mit dem Land, auf dem sie leben, und in Gottes Liebe.
Das Projekt und seine Partner verfolgen einen ganzheitlichen und ökologischen Ansatz. Waisenkinder und Frauen werden in Pflegefamilien zusammengeführt und leben in mehreren, an traditionelle Rundbauten erinnernden Gemeinschaftsunterkünften. Dadurch erhalten die Kinder langfristige Bezugspersonen und ein dorfähnliches, stabiles soziales Umfeld.
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Wer aufgenommen wird — und die Platzordnung
Zunächst richtet sich das Angebot ausschließlich an Frauen und Kinder. Mittelfristig sollen auch Männer nach strengen Qualifizierungs- und Auswahlphasen Plätze oder Arbeitsstellen erhalten.
Eine verbindliche Platzordnung dient dem Erhalt eines geschützten und kindgerechten Umfeldes. Ein respektvoller Umgang miteinander sowie der Verzicht auf Alkohol und Drogen sind dabei unerlässlich.
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Gebetshaus und Begleitung
Ein projekteigenes Gebetshaus bildet den zentralen Mittelpunkt und geistlichen Rückhalt der Gemeinschaft. Dort finden evangelische Gottesdienste und Feste statt; zugleich werden Bibelstudium, persönliche Begleitung und praktische Hilfe angeboten.
Die Mütter werden insbesondere bei der Kinderbetreuung begleitet und erhalten Unterstützung bei der Bewältigung von Konflikten und persönlichen Herausforderungen.
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Infrastruktur und Waldgarten
Zur weiteren Infrastruktur gehören Gemeinschaftseinrichtungen wie ein Waschhaus, ein Garten, eine Leihwerkstatt und Tauschbörse, ein Tagungsraum, ein Arztzimmer, ein Büro mit Internetzugang sowie Gästezimmer.
Ein umfangreicher Permakultur-Waldgarten versorgt die Gemeinschaft langfristig mit Obst, Gemüse und Nüssen und dient von Anfang an als wichtiger Lern- und Erfahrungsort.
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Gemeinsam entscheiden, gemeinsam bleiben
Das Zusammenleben ist gemeinschaftlich organisiert und basiert auf einem gleichwürdigen Miteinander in Wirtschaft und Entscheidungsfindung. In regelmäßigen Gesprächsrunden werden alle wichtigen Themen gemeinsam besprochen, abgestimmt, festgelegt oder bei Bedarf verändert. Die Kinder erhalten ab einem bestimmten Alter ebenfalls ein Stimmrecht in den Bereichen, die sie unmittelbar betreffen.
Unter Einhaltung der Platzordnung wird allen Einwohnerinnen und Einwohnern sowie deren Kindern ein unbefristetes Bleiberecht gewährt. Die Frauen teilen die täglichen Aufgabenbereiche untereinander auf und tragen gemeinsam Verantwortung für das Zusammenleben.
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Arbeit und Finanzierung
Neben dem Betrieb der Kantine und der Kinderbetreuung gibt es verschiedene Tätigkeiten, deren Entlohnung in die Gemeinschaftskasse fließt. Aus diesem gemeinsamen Guthaben werden Lebensmittel eingekauft, Anschaffungen getätigt, Rücklagen gebildet und monatliche Gehälter ausgezahlt.
Der Hauptaufgabenbereich liegt in der Produktion von Kräutern und Gewürzen, Tee und Kakao sowie deren Weiterverarbeitung für die Hausmarke „Christianitea“.
Ein wesentlicher Teil der Finanzierung von „Land der Mutter“ erfolgt über den Verkauf unseres Tees mit Bibelzitaten. Gleichzeitig macht Christianitea auf die Arbeit der Gemeinschaft aufmerksam und ermöglicht es Unterstützerinnen und Unterstützern, sich an diesem Projekt zu beteiligen.
Darüber hinaus möchten wir durch die Bibelzitate auf die zeitlose und unausschöpfliche Weisheit der Bibel aufmerksam machen. Gerade in Deutschland, in einer zunehmend unüberschaubaren Welt, kann sie Menschen dabei helfen, sich wieder auf das Wesentliche zu besinnen.
Ein Vorhaben, das wachsen soll.
Die erwirtschafteten Gewinne werden reinvestiert, um zusätzliche Landflächen zu erwerben und darauf weitere Lebensgemeinschaften aufzubauen. Angesichts der großen Zahl bedürftiger Frauen und Kinder ist dies ein Vorhaben, das möglichst zügig wachsen soll und für viele Menschen eine Veränderung von unschätzbarem Wert für ihr weiteres Leben bedeuten kann.